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29.9.09

Meine Kamera-den

Zuerst häuft man sich tonnenweise gut gealterte Hardware an und dann sollte man das Ganze auch noch irgendwann benutzen. Denn es gibt nicht viel Sinnloseres als ein halbes Vermögen auf Ricardo zu ersteigern und es dann bei sich weitervergammeln lassen.
Jedenfalls bin ich nun daran eine nach der anderen zu testen. Dass dabei nicht meisterliche Fotografien rausschauen ist ja wohl selbstverständlich. Schliesslich kann ich mir nicht pro Kamera einen Monat Zeit nehmen. Sonst kann ich mit der letzten Kamera vielleicht bereits die Geburt von Märsus erstem Kind fotografieren. Oder den Aufbruch von Lüku zu seiner zweiten Weltreise. Wie auch immer. Innerhalb einer Woche sind nun drei sehr unterschiedliche Filme entstanden. Der erste mit einem reinrassigen Makro-Objektiv. Da wurde sinnlos Asche in Aschenbechern, Tassenränder und andere schöne Dinge im Detail betrachtet und abgelichtet. Motto: Der Teufel steckt im Detail. Gefällt mir. Auch ausserhalb von Facebook. Weiter gings mit einer kleinen Nostalgieübung. Meine erste analoge Kamera, welche den ganzen Rummel ausgelöst hat - die Fisheye Lomo - durfte wieder mal die Welt, resp. Wabern erkunden. Viele interessante Motive gab es dabei leider nicht. Vielleicht lag es auch an meiner Konzentration an diesem Tag. Ich lass mich überraschen. Das Fischauge macht manchmal die langweiligsten Motive zu Topschüssen (und umgekehrt leider auch). Zu guter Letzt gabs noch einen Testfilm mit der Holga. Nicht der Original-Legende-Mittelformat-Plastikschrott-Holga sondern der neuen 35mm. Version. Auch diese ist jedoch Plastikschrott aus Hongkong. Wenn man dann schlussendlich etwas darauf erkennen sollte, was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht sagen kann, wird man einige verwirrte Aufnahmen von Bern und dem Gurten sehen. Apropos: Der Gurten eignet sich ideal als Entspannungsoase nach der Arbeit. Doch was interessiert das die Leser dieses Blogs? Sind je eh alle irgendwo auf der Welt verstreut. Tja, ich geh mal was essen!


Dies sollte übrigens nicht (nur) wieder eine billige Promo für meine Flickr Fotos sein.

18.9.09

Abklingen? Zurück und zurückblickend...

Während Pavement erfreulicherweise eine Reunion ankünden und in einem Jahr ein ersten Konzert in NYC ankündigen. Während Rammstein ihren Ruf als "Männerband" auf die äusserste Grenze des Tillemanschen Zynismus treiben. Während Muse mit ihrem neuen Album das Niveau der aktuellen Killers erreichen und als Beigemüse klassische Experimente wagen. Während all dem Geschehen digitalisiere ich Negativ um Negativ. Ein Film der Impressionen zwischen Haldern und London zeigt ist bereits auf Flickr gelandet. Ein weiterer frisch mit London drauf steht kurz davor. Der S/W wird zu Beginn der nächsten Woche im Netz sein. Über das vergangene (weit gedehnte) Wochenende lässt sich vieles sagen. Auch zu vieles. Die Zensur verlangt deshalb eine zitierte Version von I. Diese umschreibt die Zeit sehr gut.

london in a nutshell: bigchillhouse//cocktails with mostly unknown ingredients//nice slash dodgy hotel //covent garden never gets old, wagamama neither//paradisewowomg afternoon tea with cupcakes made in heaven//daydreaming in notting hill//memories of stalking alan rickman//sunny weather (no joke..at times, at least)//dancing at the roxy to cheesy tunes from happy hour on and thus getting too many pitchers of long island//national portrait gallery//walking till even comfy shoes make feet hurt//seeing turin brakes at posh theatre//shopping cute stuff at spitalfields and markets and brick lane//camden canal//parks//meeting future awesome roomie//mentally preparing for okkervil river//being blown away by okkervil river//emotional recovery//rainy day in pubs//taking the train up here.


Ich bleibe diesmal bei Fotos.


7.9.09

Es werde Licht!

Nachdem ich in den letzten drei Wochen fast mehr Kameras angeschafft (gekauft, ersteigert) als Fotos geschossen hatte, war es höchste Zeit endlich auch mal ein Ergebnis zu präsentieren. Wie bereits vor kurzem angekündigt habe ich mir eine Canon FTb gekauft. Von dieser stammen nun auch die gestern veröffentlichten Fotos auf meiner Flickr Seite. Doch es ist nicht der einzige Grund, weshalb dieser Film für mich besonders ist. Nach zwei (aufgrund Übereile) erfloglosen Versuchen ist es mir endlich gelungen einen Film selber zu entwickeln. 13 Minuten lag der Rollei-Streifen im Entwickler und wurde regelmässig geschüttelt. Obwohl mir beim ganzen Prozess immer noch der eine oder andere Faux-pas unterlaufen ist, kann ich doch zufrieden sein mit dem Resultat. „Immerhin sieht man etwas“ war so eine Aussage diesbezüglich.
Da ich mich nun beinahe komplett von der digitalen Fotografie verabschiedet habe (die Nikon D90 ist weg), bin ich nun bereit mit meiner Kamerabande die Welt auf analoge Art und Weise abzulichten. Vielleicht kann ich ja damit den Migranten in Ljubljana, Südostasien, England und wo auch immer einen „alternativen“ Blick in die Schweiz ermöglichen. Schon bald gibts mehr von der Minox, Yashica, Holga, Diana, Minolta, Praktica...........