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26.4.10

Konversation des Tages

Eigerplatz, Bern, Schweiz
17.09 Uhr (CEST), 19°C, Sonne
Irgend ein randvoll mit Menschen gefüllter 10er Bus.

Der Bus hält hinter einem bereits an der Busstation wartenden Bus am Eigerplatz.
Zwei ältere Frauen unterbrechen ihre Diskussion über ein Thema das bei älteren Menschen beliebt ist.

ältere Frau 1: "Mh, dasch nid zum säge..."

ältere Frau 2: "Was?"

ältere Frau 1: "Dä Bus hautet iz hie scho immer ewigs lang dünkts mi"

ältere Frau 2: "Ja das stimmt. Iz hei mr ou no grad einä vor üs ar Hautsteu."

ältere Frau 1: "...u när aube dä Verkehr hie."

Der vordere Bus kann nach etwa einer Minute endlich weiterfahren. Der Bus mit den älteren Frauen fährt los...

ältere Frau 2 "ändlech"

...und direkt an der Haltstelle vorbei nimmt er die Verfolgung des Vorfahrers auf.

ältere Frau 1: "Iz fahrter eifach verbi!"

ältere Frau 1&2: *staunen*

ältere Frau 1: "Ah, villech het niemer use wöue?!"

19.3.10

kreuz und quer

Wie umschreibt man eine Problematik ohne auf das eigentliche Problem einzugehen? Manchmal gar nicht so einfach wie es scheint. Ein Versuch:
Seit einigen Monaten hält eine Frau regelmässig und erfolgreich ihren Garten von Ungeziefer fern. Sie liebt ihren Garten über alles und zeigt diesen jeweils stolz ihren Freunden und Freundinnen. Ausgerechnet als nun ihre Mutter (und gleichzeitig ärgste Kritikerin) eine Visite ankündigt, wird ihr prächtiger Garten von einer heimtückischen Käferplage heimgesucht. Die Frau versucht mit ihren profunden botanischen Kenntnissen die Auswirkungen der Plage zu vertuschen. Sie weiss jedoch mit ziemlicher Sicherheit, dass ihre Mutter dies durchschauen wird. Schlimmer noch: Sie wird ihr vorwerfen, dass sie nicht gut genug zu ihrem Garten schaut.

Etwas weniger kryptisch will ich meinen „Lobgesang“ auf den Frühling formulieren. Sowohl auf Facebook wie in der Mittagspause im Büro darf man vernehmen, wie sich die Menschen über den Einbruch der vermutlich angenehmsten Jahreszeit erfreuen. Ich schliesse mich da nicht aus. Im Gegenteil: Die Sonne, der blaue Himmel, die ersten Blüten in den Gärten und natürlich die schon beinahe sommerlichen Temperaturen sind eine Wohltat für die vom Winter geschändete Seele. Allein der allmorgendliche Marsch zur Bushaltestelle könnte ich theoretisch mit einem Pfeifen auf den Lippen zurücklegen. Doch das Schönste an dieser Sache ist selbstverständlich wenn man an einem Freitagnachmittag behaupten kann, dass uns dieses Wetter für die nächsten zwei Tage erhalten bleibt.

Als Nachtisch gibts noch folgende Empfehlung: Schaut euch unbedingt die Blu-ray zum Film „The Reflecting Skin“ an. Der nun bereits vor 20 Jahren gedrehte Film von Philip Ridley überzeugte mich in jeder Hinsicht. Eine böse, unheimliche und bizarre Geschichte wurde da virtuos verfilmt. Was ich damit (weiter-)sagen will: Wer Lynch liebt, wird auch diesen Film nicht mehr aus seiner Sammlung geben. Wie erwähnt bezieht sich meine Empfehlung klar auf die Blu-ray und nicht die DVD oder eine Kopie aus dem Internet. Denn die verbesserte Bildqualität steigert die Faszination der Bilder zusätzlich. Zudem sieht man dem Film seine 20 Jahre fast nicht mehr an. Das kann den Charme eines Klassikers zerstören. Doch in dem Fall empfand ich es nicht als unangenehm, da der Film in meinen Augen absolut zeitlos wirkt.

5.4.09

Radiobrainstorming (3)

One day I’ll grow up, I know whom within me. Er liebt die Liebe. Verbal zu entwaffnen ist eine Tugend. Die Sonne lockt, doch nicht nur sie. Waschen! Staubsaugen! Aufladen! Geld überweisen. Unterschätze nie das technische Wissen eines 10 Jährigen (heutzutage). You seemed to move through the places that I feared. Das Ende vom Ende ist auch der Beginn der Ferien. Fuckbook ist groovier als Facebook. Definitiv! Die 1. Klasse Bänke der SBB Doppelstockwagen sind gemütlich (nehme ich mal an). For today I am a child. Status vom Tag auf Facebook: blackberry vomne mindfreak zerstoert!!!!! Man sollte seinen Wohnraum mit Google absuchen können. OK das war nicht schlecht. Aber bei den Baumstämmen hätten sie keine Chance. snake, snake, snake.

3.4.09

Der Ohrenschmaus: The Hound Chronicles

Manchmal muss man einfach ein Album empfehlen. Sei es weil der Frühling gerade beginnt, man vom ersten Schnee eingedeckt wird oder einfach nur ein Gefühl teilen will. Wie dem auch sei. The Hound Chronicles heisst das zweite Studioalbum der Mountain Goats. Wer Aufnahmen aus Wohnzimmern mag und das Rauschen des Aufnahmegeräts nicht abschreckt sollte sich auf irgend einem Weg dieses Album beschaffen und anhören (wenn nicht schon längst geschehen). Die brillanten Texte*, Ideen und die schrammelnde Gitarre gehörten schon damals dazu. John, you're the best!

Und wer das Album nicht auf die Schnelle beschaffen kann/will, hat hier zwei spannende Videos. Zwar nicht von dem oben aufgeführen Album, jedoch trotzdem extrem sehenswert!

Mountain Goats - Woke up new


Mountain Goats - Sax Rohmer #1



* "The Cow Song" bildet vielleicht diesbezüglich eine Ausnahme :)

1.4.09

Haha? Nichts da!

Heute ist bekanntlich der 1. April. Der Tag der Scherze. Doch eigentlich wurde ich heute bisher ziemlich enttäuscht. Kein Scherz auf dem Arbeitsweg. Die Zeitungen beschränken sich beim Scherzen sowieso schon lange nicht mehr nur auf diesen Tag. Mehr schon ist es dort Routine. Auch am Arbeitsplatz ging es sehr scherzlos zu und her. Ich hatte mehr Arbeit als sonst. Dies als Scherz abzustempeln finde ich jedoch etwas absurd. Verscherzt mit mir hat es diese Woche jedoch die Sonne. Frühlings- geschweige denn Feriengefühl kommt nicht im Geringsten auf. Deshalb ist mir momentan auch nicht wirklich zum Scherzen zumute. Doch vor lauter Scherzlosigkeit auf dieser Welt wollen wir nicht gleich den Kopf hängen lassen. Denn immerhin versüsst heute der Herr Dylan mit dem Gratisdownload vom kommenden neuen Album den 1. April. (Auch) kein Scherz!

22.3.09

Blossgestellt: Das Nachbarshaus


Das Haus des Nachbarn sieht im Frühling ganz friedlich aus. Ob es das jedoch auch ist?!