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20.7.10

Du selbstverwirklichte Gurke du!

„Kennst du die Saure-Gurken-Zeit?“ fragt Herr Frühmorgenquatschkopf seinen welschen Kollegen mitten in der Hauptstadt. Natürlich spricht er damit die (während der Sommerzeit noch trivialeren) Nachrichten in den Gratiszeitungen an. Die Konzentration schweift jedoch ab von der allgegenwärtigen Medienkritik zu den wirklichen Gurken. Den in Milchsäuregärung oder Essig-Kräutersud eingelegten Kürbisgewächsen. Die Gedankenspinnerei geht somit in Richtung Verpflegung. Wer kennt nicht mindestens eine Person, welche im Fastfood-Schuppen das oberen Teil seines Brötchens hebt und feinsäuberlich die Essiggurkenscheibe entfernt? Oder wer nahm noch nie an einem Raclette-Schmaus mit den berühmten grünen Giftzwergen als Beilage teil? Ein Clubsandwich ohne die „olle Grüne“ zwischendrin? Unvorstellbar. Vor lauter Essen im Kopf kriecht der Hunger plötzlich aus seinem Nest hervor und meldet sich zu Wort: „Bitte keine Gurken, Bitte keine Gurken, ich will Käse, Ei, Fisch, Fleisch und ne Torte. Aber ich will verdammt noch mal KEINE Gurke“. Na da hat der Kleine wohl noch nie was von der Ernährungspyramide gehört? Sowieso nervt das störrische Getue des Hungers und die Gedanken schweifen weiter ab zur maslowschen Bedürfnispyramide. Das fünfstufige Schmuckstück des New Yorker Psychologen nährt zwar meines Wissens keinen Magen, doch daran rumkauen lässt sich durchaus. Insbesondere die oft mangelhaft erfüllte Stufe „Selbstverwirklichung“ beinhaltet so einiges an Denkstoff. Das klingt jetzt beinahe wie die Schlussfolgerung eines (paranoiden) Mittelstufe-Pädagogen. Hm...Sich selber verwirklichen oder nach Mr. Wilde: „Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen“. Nachdenken, nachdenken.  Menschen sind doch keine Schmetterlinge? Und wenn doch, was ist, wenn man sich nicht selber verwirklichen kann oder darf? Schlummert dann die eigene Wirklichkeit ewig im Käfig des Einzelmenschen? Ist man so nicht lediglich existenziell-abgesicherte, sozial und individuell befriedigte Massenware? Es dampft und brodelt. Inzwischen sind Herr Frühmorgenquatschkopf und sein welscher Kollege an ihrem Arbeitsplatz angekommen.

1.6.10

come on, it's june!

raise your glass..
don't hang the head..
watch and listen to the pixies..
don't watch TV..
play football in someone elses garden..
don't work..
and if you have to: don't care..
catch fire.. (in a figurative sense)
try to dislike summer breaks of clubs like fri-son..
take one or two picures a day.. (no matter which device)
don't write pointless stuff like this on your blog..
walk until your feet hurt..
don't try to understand it if you don't..
organize a demonstration against crappy and dangerous evening papers..
don't be sad if it's july..

25.9.09

Blog du hast die Homepage getötet

Noch nicht lange ist es her, als viele digitale Mitmenschen grossen Wert darauf legten eine eigene „Houmpeitsch“ zu besitzen. Da wurden grundlegende HTML-Kenntnisse (und manchmal sogar exotischere Sprachen) einstudiert und Stunden in die Programmierung investiert. Oftmals entstanden so zwar aufwändig designte Seiten, welchen jedoch der Inhalt fehlte. Nachdem die Seite endlich stand, betrachtete man dies als sein Werk und verpasste es der Seite regelmässig ein Update zu verpassen. So wurden aus diesen Seiten eher sowas wie Musterbeispiele für den Homepage-Aufbau, welche wiederum absolut niemand mehr betrachtete. Es gab jedoch auch die Leute, welche weder Zeit in das Layout investierten noch Inhalte für die Seite hatten (höchsten das Kapitel „Über mich“ pflegten). Das Resultat war eine amüsant-trashige Datenleiche im Netz. Heute sind die meisten dieser Seiten wieder verschwunden. Meistens weil der Provider sie nach einem gewissen Zeitraum der Inaktivität gelöscht hat.

Und heute? Na klar, jeder kennt Facebook, Myspace, Twitter, Flickr und Co. Sogar das Urgrosi im Simmental. Doch nein, das sind nicht die Mörder der legendären privaten Homepage. Zumindest meiner Meinung nach sind dies die Blogs. Da gibt es nicht mehr viel zu designen: Die Layout Einstellungen sind in ein paar wenigen Minuten getätigt. Der Fokus liegt auf regelmässigem Inhalt. Genau das ist auch der Grund, weshalb ich diese Zeilen kurz vor Feierabend veröffentliche. Schönes Wochenende allerseits!

15.6.09

Aufgedeckt: Der Nachtschreier

In flagranti ertappt: Der Nachtschreier! Vielleicht kann er durch dieses (leider anonymisierte) Foto geschnappt werden?! Ansonsten sind uns weitere schlaflose Nächte garantiert....

24.3.09

Radiobrainstorming (1)

Das Wetter spielt verrückt. Im Zug gibts nur noch Stehplätze. Frankreich entschädigt Atomwaffentestopfer ziemlich knausrig. Dem Rock Werchter Lineup 2009 werden 10 neue Namen hinzugefügt (Leider nicht wirklich berauschende). Nachholbedarf wird zum Wort des Tages (bis 18:00) gewählt. Die Post senkt die Preise minim und versucht dies den Kunden schmackhaft zu machen. Die Antwort auf die Frage "Wieviele Fragen an einem Tag sind vertretbar?" findet man auf einer Homepage. Le fauteuil de chef de "Monsieur K" est le fauteuil de chef de "Monsieur K". Die Krawatte ist heute IN. Ideen kopieren hingegen OUT. Heute verbringen mindestens 50% aller Schweizer den Abend nicht in ihrem Zuhause......was eine reine Behauptung ist. Ausnahmsweise kann Schnee auch Steigen.